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  • pmhaller

Wo liegt die Grenze zwischen fundierter Nachricht und Fake News?

Die Grenze ist fliessend, denn auch vormals fundiert recherchierende Nachrichtenmedien glauben die Schallmauer des Medienlärms und Lawine der Botschaften nur mit aggressiveren Titelzeilen und selektiver Darstellung der Fakten durchbrechen zu können. Hinzu kommt, dass auch bei den grossen Medien zunehmend gespart wird, so dass die Mannstunden für eine fundierte Recherche nicht vorhanden sind. Fakten fehlen oder werden ausgeblendet. Es mangelt an der Ausbildung und Erfahrung der Journalisten, die international berichten. Ihnen bleibt mit wenigen Ausnahmen die Kultur über die sie schreiben fremd, manchmal auch wenn sie mehrere Jahre dort gelebt haben. Nuancierende und differenzierende Berichterstatter wie Peter Scholl Latour, Peter Achten oder Roman Tilgner, weilen nicht mehr unter uns oder sind in Rente.

Wenn das Wissen fehlt, entscheidet die gängige, öffentliche Meinung zu Themen und Kulturen, sowie die augenblicklich gültige «political correctness.

Dies führt zu einer Polarisierung in der Berichterstattung zu einzelnen Kulturen und Ländern. Einzelnen Begriffe wie Menschenrechte, werden selektiv einzelnen Kulturen zugordnet, z.B. China und Russland, in der eigenen Welt aber ignoriert und kaschiert. Dies führt zu einer zunehmenden Polarisierung der politischen Systeme und der öffentlichen Meinung.

Die Geschichte lehrt uns, dass solche durch die Kommunikation geschaffene Weltbilder jeweils als Basis für kriegerischen Auseinandersetzung dienten. Dieser Prozess ist im Augenblick im Gange. Er beruht zum grossen Teil auf Unwissen aber auch aus politischem Willen.

Wie können wir dagegenwirken?


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